Nachträglicher Verbund

Beim Vorspannen wirkt bereits das Eigengewicht des Spannbetonträgers.
Die Spannkraft, die über die Spannpressen eingeleitet wird, führt zu einer Stauchung und bei ausmittiger Spanngliedlage zu einer Krümmung des Spannbetonträgers und damit zu einer Verkleinerung bzw. Änderung der vollen Vorspannkraft.
Die Spannkraft verliert durch Reibung und Keilschlupf in Richtung des Festankers am anderen Trägerende an Größe. Um einen annähernd symmetrischen Spannkraftverlauf zu erzielen, wird überspannt und anschließend wieder nachgelassen. Um einen annähernd konstanten Spannkraftverlauf zu erreichen, wird wechselseitig angespannt.
Jedem Spannglied wird ein Lastfall Vorspannung zugeordnet.
Bei mehreren Spanngliedern beeinflussen diese sich auch gegenseitig.
Der Spannungsverlust der vollen Vorspannung wird mit Hilfe des sogenannten Steifigkeitsbeiwertes Alfa berechnet.
Bei mehreren Spannsträngen entsteht infolge gegenseitiger Abhängigkeit eine „Alfa-Matrix“.

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