Kriechen

Das Kriechen der Stütze wird nach Heft 220, Punkt 4.2.2 in Form von zu berechnenden Kriechausmitten berücksichtigt.
Die Kriechausmitten sind abhängig von den kriecherzeugenden Dauerlasten, den ungewollten Ausmitten, den Knicksicherheiten und der Kriechzahl Phi. Die Kriechzahl Phi wird nach DIN 4227, Teil 1 aus den Eingabewerten Betonkonsistenz und Bauteillage nach Tabelle 8 berechnet.
Wahlweise können die Kriechzahlen auch für jeden Querschnitt getrennt eingegeben werden.
Wenn keine Bauteillage vorgegeben wurde, so wird später mit Phi = 0, also ohne Berücksichtigung des Kriechens gerechnet.
Bei der Berechnung der Kriechzahl Phi werden vom Programm ein Belastungsbeginn von t0 = 10 Tagen und ein Endalter von t = 10 000 Tagen angenommen.
Die Kriechausmitten werden pro Stützenfeld auf der Basis der maßgebenden kriecherzeugenden Dauerlasten ermittelt.
Die ungewollten Ausmitten werden in X- und Y-Richtung für jeden (internen) Knoten der Stütze aus den Größtwerten entsprechend den Verlaufsangaben nach Heft 220, Bild 4.2.1 ermittelt.
Die maßgebenden kriecherzeugenden Dauerlasten werden bei verschieblichen Stützenfeldern am Stützenfuß angenommen, bei unverschieblichen Stützenfeldern in der Stützenfeldmitte.
Der Verlauf der Kriechausmitten wird analog dem Verlauf der ungewollten Ausmitten angenommen.

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