Einleitung

Das Programm XDUR ermöglicht die Berechnung und Bemessung von Durchlaufträgern im Hochbau. Die Durchlaufträger können nach folgenden Normen berechnet werden:
  • DIN 1045
  • DIN 1045-1 (7.01)
  • EC 2, Teil 1
  • DIN 1052
  • DIN 18800 (1981)
  • DIN 18800 (1990)
  • SIA 262
  • ÖNorm B4700
Die gewünschte Berechnungsvorschrift wird beim Programmstart festgelegt, kann aber nachträglich beliebig geändert werden. Nach der Auswahl der Berechnungsvorschrift brauchen nur noch die Werte eingegeben werden, die für die entsprechende Norm benötigt werden.
Die Berechung kann für jede Vorschrift auch zweiachsig (Bemessung für Doppelbiegung) durchgeführt.
Der Durchlaufträger kann über beliebig viele Felder gehen. Links und rechts können Kragarme angeschlossen werden.
Die Definition der Querschnittswerte ist unabhängig von dem gewählten statischen System. Sie können
  • konstant verlaufen
  • linear verlaufen (Vouten)
  • Sprünge aufweisen
Die Lager werden über ihre Federsteifigkeit definiert, um auch elastische Lagerungen berechnen zu können. Bei Betonträgern ist zusätzlich die Berücksichtigung einer Stützeneinspannung nach oben und nach unten möglich.
Bei allen Lasten wird der Anteil aus Eigengewicht und Nutzlast angegeben. Die Ermittlung der ungünstigsten Überlagerung erfolgt automatisch.
Folgende Belastungen sind vorgesehen:
  • Einzellasten und Einzelmomente
  • Streckenlasten, Trapezlasten und Dreieckslasten. Sie können an beliebigen Stellen auf dem Träger beginnen oder enden.
  • Stützensenkung der Auflager
  • Eigengewicht. Das Eigengewicht wird auf Wunsch automatisch ermittelt. Bei Plattenbalkenquerschnitten kann angegeben werden, ob der gesamte Querschnitt oder nur der Steg berücksichtigt werden soll.
Bei allen Lasten kann angegeben werden, ob sie sich auf den Trägerbeginn, oder aber auf das jeweilige Feld, in dem sie angreifen, beziehen sollen.
Wenn die Lasten auf den Trägerbeginn bezogen werden, können nachträglich alle Feldlängen geändert werden, ohne dass sich die absolute Position der Lasten ändert.
Werden sie hingegen auf das jeweilige Feld bezogen eingegeben, verschieben sie sich automatisch mit dem Beginn des Feldes.
Weiterhin ist es möglich, Streckenlasten über den gesamten Träger wirken zu lassen. In diesem Fall verlängert und verkürzt sich die Last bei Längenänderungen des Trägers.
Ebenso ist es möglich, Lasten als Schneelast zu definieren. In diesem Fall werden, wenn diese Last bei der Überlagerung berücksichtigt wird, auch alle weiteren Schneebelastungen mitberücksichtigt.
In dem Träger können an beliebigen Stellen Aussparungen angeordnet werden, die im Berechnungsverlauf mitbemessen werden.
Bei Stahl- und Holzdurchlaufträgern kann entweder ein Nachweis oder eine Bemessung durchgeführt werden. Beim Nachweis wird ein vorhandener Träger nachgerechnet. Bei der Bemessung werden solange die Querschnittswerte erhöht, bis alle Nachweise erbracht werden konnten.
Alle Vorschriften, die die jeweilige Norm vorschreibt, werden eingehalten.
Standardeingabewerte, wie z.B. die zulässigen Durchbiegung, sind mit Vorgabewerten versehen. Falls diese verändert werden, werden die neuen Werte bei einem späteren Programmaufruf verwendet.