PunktwolkePunktwolke

Bei Bestandsbauten können Laser- oder Lidarscanner verwendet werden, um Objekte dreidimensional abzutasten. Auf diese Weise werden Millionen Messpunkte erzeugt. Jeder Messpunkt enthält dabei eine Raumkoordinate und ggf. Farbinformationen. Es handelt sich um unstrukturierte Daten, d.h. es gibt in der Punktwolke keine expliziten Informationen über Zusammenhänge zwischen den Punkten oder über die Zugehörigkeit der Punkte zu bestimmten Komponenten des Objekts. Außerdem enthalten Punktwolken häufig störende, weil nicht zum Gebäude gehörende Punkte, z.B. von Sträuchern oder Bäumen, während andererseits Punkte des Objekts in toten Winkeln fehlen. Dennoch können Punktwolken ein effektives Hilfsmittel sein, um die Maße des Objekts auch an schwer zugänglichen Stellen zu ermitteln.

Punktwolken in der Baustatik
Video: Punktwolken in der Baustatik

Die Baustatik kann problemlos auch große Punktwolken laden und darin befindlichen Daten als Hilfspunkte bei der räumlich ...

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Die Baustatik bietet die Möglichkeit, Punktwolke-Dateien einzulesen, die Koordinaten sinnvoll zu transformieren, um schließlich durch Klicken in der Punktwolke ein Strukturmodell zu erzeugen. Die Punktwolke muss dazu in einem der gängigen Formate .pts, .xyz, .neu, .asc, .csv oder .txt vorliegen. Es existieren rund 50 verschiedene Punktwolken-Formate. Falls eine Punktwolke in einem nicht von der Baustatik Software unterstützen Format vorliegt, kann diese in den meisten Fällen mit Hilfe der Open Source Software CloudCompare geladen und in einem der unterstützten Formate abgespeichert werden.
Eigenschaften

Name

Ein eindeutiger Bezeichner für diese Punktwolke. Dabei handelt es sich um den Namen, unter dem das Objekt identifiziert wird. Objekte von unterschiedlichem Typ dürfen identische Namen haben.

Datei-Pfad

Der Pfad gibt an wo im Dateisystem die Punktwolke-Datei zu finden ist. Punktwolken werden im Gegensatz zu anderen importierten Daten wegen der üblichen Größe im Gigabyte-Bereich nicht im Dokument gespeichert. Bei der Datensicherung oder der Weitergabe des Dokuments ist daher darauf zu achten, auch die Punktwolke-Datei zu sichern bzw. weiterzugeben.

...Dateiauswahldialog öffnen

Öffnet einen Dateiauswahldialog um die Punktwolke im Dateisystem zu lokalisieren.

Verschiebung

Über den Verschiebungsvektor (in [m]) kann die Punktwolke an eine andere Stelle verschoben werden. Beispielsweise um die Nullebene eines Gebäudes auf z = 0 zu verschieben.

Rotation

Um X

Sofern der Laserscanner kalibriert war, sollte es nicht nötig sein, die Punktwolke um die X-Achse zu kippen. Für Spezialfälle gibt es hier dennoch die Möglichkeit die Punktwolke um einen bestimmten Winkel [°] um die X-Achse zu kippen.

Um Y

Sofern der Laserscanner kalibriert war, sollte es nicht nötig sein, die Punktwolke um die Y-Achse zu kippen. Für Spezialfälle gibt es hier dennoch die Möglichkeit die Punktwolke um einen bestimmten Winkel [°] um die Y-Achse zu kippen.

Um Z

Es ist praktikabel das gescannte Gebäudemodell so auszurichten, dass viele Bauteile möglichst parallel zu den Koordinatenachsen verlaufen. Um das zu erreichen stellt kann man über die Schaltfläche 'Ausrichten' ein Mauswerkzeug aktivieren. Das stellt eine Draufsicht ein, in der man eine Kante durch Anklicken von zwei Punkten auswählen kann. Die Punktwolke wird dann (nach dem Klick auf 'Übernehmen') so gedreht, dass die Kante parallel zur nächstgelegenen horizontalen Achse ist.

Spiegelung

Wenn vom Laserscanner das übliche 'rechtshändige' Koordinatensystem verwendet wird, muss man hier nicht weiter tätig werden. Für Spezialfälle gibt es hier dennoch die Möglichkeit die Punktwolke an drei Ebenen zu spiegeln. Bei den hier genannten Achsen handelt es sich um die lokalen Achsen der Punktwolke, nicht die Achsen des globalen Koordinatensystems der Baustatik Software.

X-AchseX-Achse

Dreht das Vorzeichen der ersten Komponente der eingelesenen Koordinaten um.

Y-AchseY-Achse

Dreht das Vorzeichen der zweiten Komponente der eingelesenen Koordinaten um.

Z-AchseZ-Achse

Dreht das Vorzeichen der dritten Komponente der eingelesenen Koordinaten um.

Sonstiges

Einheitslänge

Gibt die Länge der in der Punktwolke-Datei verwendeten Einheit in Metern [m] an. Sofern die Koordinaten wie üblich in Metern vorliegen, ist 1 der richtige Skalierungsfaktor.

Denkbare andere Werte wären:
LängeneinheitEinheitslänge
Zentimeter0,01 [m]
Millimeter0,001 [m]
Zoll0,0254 [m]
Fuß0,3048 [m]
Yard0,9144 [m]

Auflösung

Aus Gründen der Performance berechnet die Baustatik Software für jeden Blickwinkel ein Bild der Punktwolke. Jeder Bildpunkt korrespondiert mit einem Würfel im Gebäude, dessen Kantenlänge von der Auflösung abhängt und in Pixel pro Meter angegeben wird. 100 bedeutet ein Pixel entspricht einem cm. Das stellt einen guten Kompromiss aus Genauigkeit und Ressourcenbedarf dar. Bei kleinen Systemen kann man die Auflösung bei Bedarf erhöhen. Bei großen Systemen kann es sein, dass die Punktwolke bei zu hoher Auflösung nicht mehr dargestellt werden kann.

Laderate

Gibt an, welcher Anteil der Punkte geladen werden soll. Standardmäßig wird jeder Punkt der Wolke geladen und verarbeitet (Laderate 1). Bei besonders großen Punktwolken oder weniger leistungsstarken PCs kann es sinnvoll sein, nur einen Teil der vorliegenden Daten zu laden. Das spart Arbeitsspeicher und erhöht die Verarbeitungsgeschwindigkeit. Die Laderate gibt an welcher Bruchteil der Punktwolke geladen werden soll. Eine Laderate von n bedeutet, es wird jeder n-te Punkt geladen. Dadurch steigt die Geschwindigkeit um den Faktor n, während sich der Speicherbedarf auf 1/n verringert.

Achtung: Wenn die Laderate geändert wird, muss die Punktwolke neu geladen werden. Das kann je nach Dateigröße einige Minuten in Anspruch nehmen.

Darstellung

Um die Punktwolke vorübergehend auszublenden, können Sie hier die Darstellung 'Unsichtbar' auswählen.
Falls die Punktwolke keine oder wenig hilfreiche Farbinformationen enthält, können Sie bei den Darstellungseigenschaften der Punktwolke den Farbmodus ändern.
Alle Elemente, die in der Graphik dargestellt werden, werden von Haus aus mit vorgegebenen Eigenschaften wie Farben, Schriftarten und Strichstärken angezeigt. Die vorgegebenen Darstellungsarten für alle Objekte können Sie unter "Optionen → Einstellungen" verändern. Darüber hinaus kann jedes einzelne Objekt - also jeder einzelne Knoten, Balken, ... - eine eigene Darstellungsart mit anderen Parametern für Farben, Strichstärken, usw. haben. Dadurch ist es beispielsweise möglich, Elemente stockwerksweise mit unterschiedlichen Farben zu versehen.

Wählen Sie hier die Darstellungseigenschaften für dieses Objekt aus. Wenn "Nichts ausgewählt" ist, werden die unter "Optionen → Einstellungen" vorgegebenen Parameter verwendet.

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Klicken Sie auf diesen Button, um einen neuen Satz an Darstellungsparametern anzulegen und dem Objekt zuzuweisen.

Kommentar

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