Erzeugen des FEM-Netzes

Die verwendeten hybriden Elemente besitzen hervorragende mechanische Eigenschaften. Sie sind bezüglich ihrer Form sehr unempfindlich. Selbst bei Seitenverhältnissen von 1:100 ergeben sich noch brauchbare Ergebnisse für die Verformungen und die Biegemomente. Die ermittelten Querkräfte sind jedoch stark von der Elementform abhängig. Je größer das Seitenverhältnis innerhalb eines Elementes wird, umso mehr weichen die Ergebnisse der Querkräfte von der Realität ab.
Bei der Berechnung mit einem FEM-Programm muss folgendes bedacht werden:
Die Definition der Systemgeometrie und der Belastung sind lediglich Eingangswerte für den Netzgenerator. Alle definierten Knoten und Kanten sind Zwangspunkte bzw. Zwangslinien für den Netzgenerator.

Der Netzgenerator versucht aus diesen Vorgabewerten ein mechanisch möglichst sinnvolles Netz zu erzeugen. Dabei muss er alle Zwangspunkte und Zwangslinien, die sich aus den Eingabedaten ergeben, berücksichtigen.

Um realistische Ergebnisse zu erhalten, kommt es weniger darauf an, das System bis ins kleinste Detail exakt zu beschreiben. Vielmehr ist es wichtig, dass ein mechanisch sinnvolles Netz erzeugt werden kann.

Andererseits kann das vorhandenen System natürlich zu sehr vereinfacht werden. Auch dies verfälscht die Ergebnisse. Bei jedem System muss der Anwender einen akzeptablen Mittelweg zwischen diesen beiden Extremen finden.
Diese Problematik wird in den folgenden Beispielen erläutert:

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