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Bitte um Hilfe

Thomas
21.01.2019 14:56
Hallo,

meine Frage passt hier sicher nicht her, weil sie sich nicht auf Ihre Software bezieht. Allerdings wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir eine für Sie sicherlich leicht zu beantwortende Frage beantworten würden. Ich habe seit Tagen vergeblich versucht, eine Antwort zu finden. Sie sind somit die ersten, die ich frage.

Es geht um die Wirkung der Gewichtskraft. Konkreter Fall: Ich habe ein Schwerlastregal mit den Maßen 120 x 60 x 60 cm. Die 4 Stützen oder Regalbeine bestehen aus 0,9 mm Stahlblech und haben eine rechtwinkelige Form (2 Seiten à 3,5 cm). Das sind gerade mal 63 mm² Auflagefläche auf dem Boden. Rechnet man die 4 Auflageflächen zusammen, kommt man also auf 252 mm², die tatsächlich den Boden berühren. Ich würde gerne wissen, ob das gesamte Gewicht (Eigengewicht + Nutzlast) nur über die 252 mm², die tatsächlich den Boden berühren, auf diesen einwirkt. Im Grunde ist das eine prinzipielle Frage, die auf jedes Bauwerk, das auf Stützen steht, angewendet werden kann.


Mit freundlichen Grüßen
Thomas Schulz
Moritz Kirschbaum
21.01.2019 15:10
Hallo,

Das ist richtig. Bei einer symmetrischen Lastverteilung im Regal erfolgt auch der Lastabtrag in den Baugrund zu gleichen Teilen über die Stützen.

Mit freundlichen Grüßen
Moritz Kirschbaum
Andreas
21.01.2019 15:12
Ja, das gesamte Gewicht des Regals wird dann über diese 252 mm² auf die Unterlage übertragen. Wie sollte es sonst sein?
R.W. Nitsche
22.01.2019 20:32
Wenn die Frage lautet, ob diese Fläche der Übertrager auf den Boden ist, dann gibt es wohl eine Menge dazu zu sagen. Z.B. könnte man beim Meister vom Stuhl: L. da Vinci,beginnen und seine Elastizität verwenden. Man könnte das Mikroskop nehmen und feststellen, das diese 252mm² nicht plan sind und nur immer punktuell aufstehen, mehr oder weniger, abhängig vom E-Modul des Materials des Aufstandsbodens und des Stahls natürlich. Geht man von Beton aus, dann dürften sich Erhebungen an der Lastübertragung beteiligen und somit einen 3(5)-dimensionalen Spannungszustand ermöglichen, den man mit der Hertzschen Pressung oder eben der daraus abgeleiteten Teilflächenbelastung annehmen kann. So würde sich praktisch ein Vielfaches der Aufstandsfläche an der Lastübertragung beteiligen. Selbstverständlich gibt es Einsenkungen des Aufstandsmaterials. Das wäre bei einer Micro-Betrachtung einer meiner Überlegungen.

O.S.
23.01.2019 09:08
Hallo Herr Nitsche,

sehr guter Beitrag...diese akademische Betrachtung würde allerdings trotzdem ein falsches Ergebnis ausgeben
da die Fläche schon falsch berechnet wurde: (35*0,9+(35-0,9)*0,9)*4 = 248,76mm2
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