Berechnung im Zustand 2

Auf Wunsch führt das Programm für Bauteile aus Beton eine Berechnung im Zustand 2 durch.
Die Berechnung erfolgt iterativ unter Berücksichtigung der eingelegten Bewehrung.
Die Berechnung kann im Startzustand (t=0) (Belastungsbeginn), im Endzustand (t=∞) oder zu einem beliebigen anderen Zeitpunkt durchgeführt werden. Diese Berechnungen sind unabhängig voneinander.
Bei der Berechnung wird die Kriechzahl phi und die Schwinddehnung eps,cs nach 3.1.4. benötigt.
Phi wird bei den Querschnitten festgelegt. Eps,cs wird auf dem Abschnittsdialog eingegeben.
Die Mitwirkung des Betons auf Zug wird auf Wunsch nach EN-1992-1-1 7.4.3. berücksichtigt.
Die Grundlagen für die Berechnung sind hier erläutert.

Kriechzahl phi nach 3.1.4.

Faltwerkselemente

Bei Faltwerkselementen wird die Kriechzahl phi auf dem Dialog der Faltwerkselemente eingegeben.

Stäbe und Unterzüge

Bei Stäben und Unterzügen wird die Kriechzahl phi bei dem jeweiligen Querschnitt definiert.

Schwinddehnung eps,cs nach 3.1.4.

Die Schwinddehung eps,cs wird sowohl bei Faltwerkselementen als auch bei Stäben und Unterzügen bei dem jeweiligen Bemessungsparametern festgelegt.

Bewehrung

Die Bewehrung hat einen großen Einfluss auf die Berechnung der Verformungen im Zustand 2. Die der Berechnung zugrunde gelegte Bewehrung wird folgendermaßen festgelegt:

Faltwerkselemente

Grundbewehrung

Für jedes Faltwerkselement legt der Anwender eine Bewehrungsdefinition fest, die auch für die normale Bemessung benutzt wird. In der Bewehrungsdefinition wird getrennt für oben/unten und x/y eine Grundbewehrung sowie ein Abstand für die eventuell erforderliche zu bemessenden Zulagebewehrung festgelegt. Bei der Berechnung nach Zustand 2 wird die hier definierte Grundbewehrung grundsätzlich angesetzt.

Zulagebewehrung aus Bemessung

Die Bemessung des Faltwerkselementes berechnet zusätzlich zu der Grundbewehrung eine Zulagebewehrung. Diese wird bei der Berechnung nach Zustand 2 ebenfalls angesetzt.

Zulagebewehrung aus Verlegebereichen

Der Anwender kann beliebige polygonale Verlegebereiche mit Matten oder Rundstahl definieren. An Stellen, an denen diese Verlegebereiche definiert sind, wird anstatt der durch die Bemessung berechneten statisch erforderlichen Zulagebewehrung die in diesen Verlegebereichen definierte Bewehrung angesetzt.
Pro Verlegebereich kann für jede Richtung getrennt angegeben werden, dass das Maximum aus dem Verlegebereich und der statisch erforderlichen Zulagebewehrung verwendet wird.

Stäbe und Unterzüge

Bewehrung aus Bemessung

Die Bemessung des Stabes/Unterzuges berechnet die statisch erforderliche Bewehrung in jedem Ntelspunkt. Diese wird bei der Berechnung nach Zustand 2 angesetzt.

Zulagebewehrung aus Verlegebereichen (für Stäbe und Unterzüge)

Der Anwender kann für jeden einzelnen Stab die zu verlegende Bewehrung definieren. Bei Stäben, bei denen ein Verlegebereich definiert ist, wird anstatt der statisch erforderlichen Bewehrung die Bewehrung des Verlegebereiches verwendet.

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