StreckenlagerStreckenlager

Die Belastung eines statischen System wird über Lagerungen an den Baugrund oder darunterliegenden andere Konstruktionen weitergegeben. Diese Lagerungen kann auf verschiedene Arten gegeben sein:
  • Punktförmige Lager (Stützen, Einzelfundamten)
  • Linienförmige Lager (Wände, Streifenfundamente)
  • Flächenförmige Lager (Flächengründungen)
Punktförmige und linienförmige Lager können natürlich in der Realität nie auftreten. Lagerungen haben immer Abmessungen. Bei einer statischen Berechnung wird aber das gesamte System als Achsenmodell abgebildet. In der Baupraxis ist eine solcher Definition in der Regel genau genug. Sollte dies z.B. bei der FEM Berechnung einer Platte in Ausnahmefällen nicht der Fall sein, können Sie anstelle der Einzel- und Streckenlager Flächenlager mit endlichen Abmessungen benutzen.
Auf diesem Dialog werden die linienförmigen Lagerungen (Streckenlager) definiert.
StandardAusfallWand-Parameter

Name

Ein eindeutiger Bezeichner für dieses Objekt. Dabei handelt es sich um den Namen, unter dem das Objekt identifiziert wird. Objekte von unterschiedlichem Typ dürfen identische Namen haben.
Ein Lager behindert die Verschiebung und/oder Verdrehung in Abhängigkeit von seiner Federsteifigkeit. Mit einem Streckenlager können Sie folgende Freiheitsgrade behindert.
  • Verschiebung in X-Richtung
  • Verschiebung in Y-Richtung
  • Verschiebung in Z-Richtung
  • Verdrehung um die X-Achse
Diese werden unabhängig voneinander definiert. Wenn Sie nichts weiter einstellen, wird der Freiheitsgrad in der jeweiligen Richtung des lokalen Koordinatensystems des Streckenlagers behindert. Sie haben die Möglichkeit, das Koordinatensystem um seine Achse zu drehen. Das Ausrichtung des lokalen Koordinatensystem ist bei einem Streckenlager identisch mit dem lokalen Koordinatensystem eines Stabes. Seine Lage hängt lediglich von dem Start und dem Endknoten des Lagers ab.

Festes LagerFestes Lager

Die Steifigkeiten in den Verschiebungsrichtungen werden durch die Federsteifigkeit definiert. Diese gibt an, bei welcher Kraft sich das Lager um einen bestimmten Weg bewegt.
Die Steifigkeiten in den Verdrehungsrichtungen werden durch die Drehfedersteifigkeit definiert. Diese gibt an, bei welchem Moment sich das Lager um einen bestimmten Winkel verdreht.

Wenn Sie diesen Schalter betätigen, werden die Wegfedersteifigkeit in Z-Richtung und die Drehfedersteifigkeit um die X-Achse auf den Wert 100.000.000,0 [kN/m2] gesetzt. Dies entspricht dem Wert 1,0*10^8 [kN/m2] bzw. 1,0*1E8 [kNm/rad*m] in exponentieller Schreibweise. Auf dieses Lager muss genau diese Kraft wirken, um es 1.0 m einzudrücken. Die so festgelegten Werte können Sie danach beliebig verändern.

Gelenkiges LagerGelenkiges Lager

Wenn Sie diesen Schalter betätigen, wird nur die Wegfedersteifigkeiten in Z-Richtung auf den Wert 1,0*1E8 gesetzt. Diesen so festgelegten Wert können Sie danach beliebig verändern.
Über die Lage der beiden Knoten wird das lokale Koordinatensystem des Lagers festgelegt. Werden die beiden Knoten vertauscht, dreht sich auch das lokale Koordinatensystem um.

AnfangsknotenAnfangsknoten

Anfangsknoten des Lagers. Hier fängt das Lager an.
Siehe auch:Knoten

Neu...Neu...

Klicken Sie auf diesen Button, wenn Sie einen neuen Knoten definieren möchten. Daraufhin erscheint der Dialog zum Anlegen eines neuen Knoten. Geben Sie dort die Kennwerte (Koordinaten, etc.) für diesen Knoten ein und beenden den Dialog mit "OK". Der Name des neuen Knoten wird dann als Anfangsknoten angezeigt.

AuswählenAuswählen

Klicken Sie auf diesen Button, um die Position des Knotens mit der Maus festzulegen. Nachdem Sie auf den Button geklickt haben, verschwindet der Eigenschaftsdialog, und Sie haben freie Sicht auf das Arbeitsfenster. Bewegen Sie dann die Maus in der Graphik. Knoten, die Sie anklicken können, werden dabei markiert, wenn sich der Mauscursor in der Nähe eines solchen Knoten befindet. Wenn sich mehrere anklickbare Knoten in der Nähe des Mauscursors befindet, so wird der am nächsten gelegene dieser Knoten gesondert farblich markiert.

Um einen Punkt auszuwählen, klicken Sie einmal mit der linken Maustaste. Daraufhin erscheint der Eigenschafts-Dialog wieder und der Name des am nächsten beim Mauscursor gelegenen Knoten wird in das Textfelder für den Anfangsknoten eingetragen. Wenn Sie die Knotenauswahl abbrechen möchten, ohne einen Punkt auszuwählen, klicken Sie statt dessen einmal mit der rechten Maustaste.

EndknotenEndknoten

Endknoten des Lagers. Hier hört das Lager auf.
Siehe auch:Knoten

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Klicken Sie auf diesen Button, wenn Sie einen neuen Knoten definieren möchten. Daraufhin erscheint der Dialog zum Anlegen eines neuen Knoten. Geben Sie dort die Kennwerte (Koordinaten, etc.) für diesen Knoten ein und beenden den Dialog mit "OK". Der Name des neuen Knoten wird dann als Endknoten angezeigt.

AuswählenAuswählen

Klicken Sie auf diesen Button, um die Position des Knotens mit der Maus festzulegen. Nachdem Sie auf den Button geklickt haben, verschwindet der Eigenschaftsdialog, und Sie haben freie Sicht auf das Arbeitsfenster. Bewegen Sie dann die Maus in der Graphik. Knoten, die Sie anklicken können, werden dabei markiert, wenn sich der Mauscursor in der Nähe eines solchen Knoten befindet. Wenn sich mehrere anklickbare Knoten in der Nähe des Mauscursors befindet, so wird der am nächsten gelegene dieser Knoten gesondert farblich markiert.

Um einen Punkt auszuwählen, klicken Sie einmal mit der linken Maustaste. Daraufhin erscheint der Eigenschafts-Dialog wieder und der Name des am nächsten beim Mauscursor gelegenen Knoten wird in das Textfelder für den Endknoten eingetragen. Wenn Sie die Knotenauswahl abbrechen möchten, ohne einen Punkt auszuwählen, klicken Sie statt dessen einmal mit der rechten Maustaste.

Wegfedern und Drehfedern

Geben Sie hier die Werte für die Wegfedern und die Drehfedern in der angegebenen Achse an.

Verdrehung

Die Verdrehung des Streckenlager um die lokale X-Richtung. Eine positive Verdrehung dreht die X-Achse auf kurzem Weg in die Y-Achse.

Darstellung

Alle Elemente, die in der Graphik dargestellt werden, werden von Haus aus mit vorgegebenen Eigenschaften wie Farben, Schriftarten und Strichstärken angezeigt. Die vorgegebenen Darstellungsarten für alle Objekte können Sie unter "Optionen → Einstellungen" verändern. Darüber hinaus kann jedes einzelne Objekt - also jeder einzelne Knoten, Balken, ... - eine eigene Darstellungsart mit anderen Parametern für Farben, Strichstärken, usw. haben. Dadurch ist es beispielsweise möglich, Elemente stockwerksweise mit unterschiedlichen Farben zu versehen.

Wählen Sie hier die Darstellungseigenschaften für dieses Objekt aus. Wenn "Nichts ausgewählt" ist, werden die unter "Optionen → Einstellungen" vorgegebenen Parameter verwendet.

Neu...Neu...

Klicken Sie auf diesen Button, um einen neuen Satz an Darstellungsparametern anzulegen und dem Objekt zuzuweisen.

Kommentar

Der Kommentar zu diesem Streckenlager.

Ausschluss von Wegfedern und Drehfedern

Die Gründung eines Bauwerkes kann im Regelfall nur Druck aufnehmen. An Stellen, an denen das Fundament abhebt, wird es in seiner Bewegung durch die Gründung nicht behindert. Die Lagerkraft wirkt somit nur in einer Richtung (Entgegen der Gründung). In diesem Fall müssten Sie die Lagersteifigkeit ausschließen.

Die Steifigkeiten sind in Richtung des lokalen Koordinatensystems des Lagers definiert. Folgende Ausschlussmöglichkeiten können gewählt werden:
  • ohne Ausschluss
  • Ausschluss bei Bewegung in positiver Richtung des lokalen Koordinatensystem
  • Ausschluss bei Bewegung in negativer Richtung des lokalen Koordinatensystems
Der Ausschluss wird nur bei einer nichtlinearen Berechnung berücksichtigt. Wird die Berechnung linear durchgeführt, hat ein hier angegebener Ausschluss keine Auswirkung auf die Berechnung. Nähere Erläuterungen hierzu finden Sie in der Kurzübersicht des Bemessungskonzeptes.
Bei der Ergebnisbetrachtung können Sie die Lagerkräfte entweder in globalen Richtungen oder in den lokalen Richtungen des Lagers betrachten. Falls ein Lager in einer Richtung ausfällt, wird dies entsprechend markiert. Dies geschieht nur bei der Darstellung der lokalen Richtungen. Ein Ausschluss gilt nicht für das gesamte Lager sondern für jeden einzelnen am Lager beteiligten Knoten getrennt.

Kompletter Bettungsausfall bei Ausfall einer BettungskomponenteKompletter Bettungsausfall bei Ausfall einer Bettungskomponente

Für jedes Lager können 4 voneinander unabhängige Lagersteifigkeiten angegeben werden. Es ist denkbar, dass die Lagersteifigkeit in einer Richtung ausfällt, in den anderen Richtungen aber noch wirksam sein. Wenn Sie diesen Schalter betätigen, fallen die Lagersteifigkeiten in den anderen Richtungen automatisch mit aus, sobald nur eine einzige ausfällt.
Auf diesem Reiter werden Parameter der Wände erfasst, die zur Berechnung der Federparameter aus der Wandgeometrie oder zur Ermittlung des Eigengewichts bei der Lastweiterleitung benötigt werden.
Für die Wegfeder in lokal Z und die Drehfeder um lokal X ist es auf dem Reiter "Standard" getrennt voneinander Möglich festzulegen, ob die Federwerte manuell eingegeben oder aus den geometrischen Eigenschaften der Wände oberhalb und unterhalb des Streckenlagers berechnet werden sollen. In letzterem Fall ist es nötig die Lagergeometrie zu erfassen:

Lagergeometrie oberhalb

Höhe o.

Die Höhe der Wand (z.B. die Geschosshöhe) oberhalb des Streckenlagers.

Dicke o.

Die Breite der Wand in lokaler Y-Richtung, oberhalb des Streckenlagers.

E-Modul o.

Der E-Modul der Wand oberhalb des Streckenlagers.

Lagerungsart o.

Die Lagerung der Wand oberhalb des Streckenlagers.

Lagergeometrie unterhalb

Höhe u.

Die Höhe (z.B. die Geschosshöhe) der Wand unterhalb des Streckenlagers.

Dicke u.

Die Breite der Wand (in lokaler Y-Richtung) unterhalb des Streckenlagers.

E-Modul u.

Der E-Modul der Wand unterhalb des Streckenlagers.

Lagerungsart u.

Die Lagerung der Wand unterhalb des Streckenlagers.

Lastweiterleitung

Ausschließlich zur Berechnung des Eigengewichts der Wände unter Streckenlagern im Rahmen der Lastweiterleitung werden die Parameter Wichte, Zuschlag und Aussparungen herangezogen. Zur Berechnung des Eigengewichts ist zudem die Angabe von Höhe und Dicke der Wand bei der "Lagergeometrie unterhalb" erforderlich.

Wichte

Die Wichte der Wand unterhalb des Streckenlagers in Kilonewton pro Kubikmeter.

Zuschlag

Ein Zuschlag für Putz, etc. auf der Wand unterhalb des Streckenlagers in Kilonewton pro Quadratmeter.

Aussparungen [m²]

Die Fläche der Aussparungen in der Wand unterhalb des Streckenlagers in Quadratmetern.