Auf diesem Dialog werden die punktförmigen Lagerungen (Einzellager) definiert.
Name
Ein eindeutiger Bezeichner für dieses Objekt. Dabei handelt es sich um den Namen, unter dem das Objekt identifiziert wird. Objekte von unterschiedlichem Typ dürfen identische Namen haben.
Ein Lager behindert die Verschiebung und/oder Verdrehung in Abhängigkeit von seiner Federsteifigkeit.
Bei einem räumlichen System existieren folgende 6 Freiheitsgrade.
- Verschiebung in X-Richtung
- Verschiebung in Y-Richtung
- Verschiebung in Z-Richtung
- Verdrehung um die X-Achse
- Verdrehung um die Y-Achse
- Verdrehung um die Z-Achse
Diese werden unabhängig voneinander definiert. Wenn Sie nichts weiter einstellen, wird der Freiheitsgrad in der jeweiligen globalen Richtung behindert.
Auf dem nächsten Reiter haben Sie die Möglichkeit, das Lager in eine andere räumliche Lage zu drehen.
Festes Lager
Die Steifigkeiten in den Verschiebungsrichtungen werden durch die Federsteifigkeit definiert. Diese gibt an, bei welcher Kraft sich das Lager um einen bestimmten Weg bewegt.
Die Steifigkeiten in den Verdrehungsrichtungen werden durch die Drehfedersteifigkeit definiert. Diese gibt an, bei welchem Moment sich das Lager um einen bestimmten Winkel verdreht.
Wenn Sie diesen Schalter betätigen, werden alle Steifigkeiten auf den Wert 10.000.000.000,0 [kN/m] gesetzt. Dies entspricht dem Wert 1,0*10^10 [kN/m] bzw. 1,0*1E10 [kN/m] in exponentieller Schreibweise. Auf dieses Lager muss genau diese Kraft wirken, um es 1.0 m einzudrücken.
Die so festgelegten Werte können Sie danach beliebig verändern.
Gelenkiges Lager
Wenn Sie diesen Schalter betätigen, werden alle Wegfedersteifigkeiten sowie die Verdrehungssteifigkeit um die X-Achse auf den Wert 1,0*1E10 gesetzt.
Das Lager behindert dann alle 3 Verschiebungen und die Verdrehung um die X-Achse. Die so festgelegten Werte können Sie danach beliebig verändern.
Wegfedern und Drehfedern
Geben Sie hier die Werte für die Wegfedern und die Drehfedern in der angegebenen Achse an.
Kommentar zu dieser Lagerungsdefinition.
Ausschluss von Wegfedern und Drehfedern
Die Gründung eines Bauwerkes kann im Regelfall nur Druck aufnehmen.
An Stellen, an denen das Fundament abhebt, wird es in seiner Bewegung durch die Gründung nicht behindert.
Die Lagerkraft wirkt somit nur in einer Richtung (Entgegen der Gründung).
In diesem Fall müssten Sie die Lagersteifigkeit ausschließen.
Die Steifigkeiten sind in Richtung des lokalen Koordinatensystems des Lagers definiert.
Folgende Ausschlussmöglichkeiten können gewählt werden:
- ohne Ausschluss
- Ausschluss bei Bewegung in positiver Richtung des lokalen Koordinatensystems
- Ausschluss bei Bewegung in negativer Richtung des lokalen Koordinatensystems
Bei einem Lager mit Ausschlussberechnung, kann keine Stützensenkung definiert werden.
Der Ausschluss wird nur bei einer nichtlinearen Berechnung berücksichtigt.
Wird die Berechnung linear durchgeführt, hat ein hier
angegebener Ausschluss keine Auswirkung auf die Berechnung.
Nähere Erläuterungen hierzu finden Sie in der Kurzübersicht des
Bemessungskonzeptes.
Kompletter Bettungsausfall bei Ausfall einer Bettungskomponente
Für jedes Lager können 6 voneinander unabhängige Lagersteifigkeiten angegeben werden.
Es ist denkbar, dass die Lagersteifigkeit in einer Richtung ausfällt, in den anderen Richtungen aber noch wirksam sein.
Wenn Sie diesen Schalter betätigen, fallen die Lagersteifigkeiten in den anderen Richtungen automatisch mit aus,
sobald nur eine einzige ausfällt.
Verdrehung
Die lokalen Achsen des Lagers sind normalerweise identisch mit den Achsen des globalen Koordinatensystems.
In einigen Fällen müssen die Lagersteifigkeiten in andere Richtungen zeigen. Die Lagerverdrehung wird auf diesem Reiter definiert.
Die Definition dieser Lagerverdrehung ist etwas kompliziert. Eine große Hilfe ist hier die direkte grafische Darstellung auf dem Dialog.
Zur Definition der Lage stehen folgenden Möglichkeiten zur Verfügung:
1 Vektor
In diesen 3 Feldern können sie eine Koordinate angeben. Die neue lokale X-Achse des Lagers zeigt vom Ursprung des Lagers hin zu diesen Koordinaten.
Standardmäßig liegt dieser Vektor parallel zur globalen X-Achse.
Dieser Vektor kann zusätzlich um seine Achse verdreht sein. Eine positive Drehrichtung ist hierbei von Y nach Z.
Auswählen
Klicken Sie auf diesen Button, um die Position der neuen Koordinaten mit der Maus festzulegen. Nachdem Sie auf den Button geklickt haben, verschwindet der Eigenschaftsdialog, und
Sie haben freie Sicht auf das Arbeitsfenster. Bewegen Sie dann die Maus in der Graphik. Knoten, die Sie anklicken können, werden dabei markiert, wenn sich der Mauscursor in der Nähe eines
solchen Knoten befindet. Wenn sich mehrere anklickbare Knoten in der Nähe des Mauscursors befindet, so wird der am nächsten gelegene dieser Knoten gesondert farblich markiert.
Um einen Punkt auszuwählen, klicken Sie einmal mit der linken Maustaste. Daraufhin erscheint der Eigenschafts-Dialog wieder und die Koordinaten des am nächsten beim
Mauscursor gelegenen Knoten wird in die Textfelder eingetragen. Wenn Sie die Knotenauswahl abbrechen möchten, ohne einen Punkt auszuwählen, klicken Sie statt
dessen einmal mit der rechten Maustaste.
3 Winkel
In diesen Feldern können sie 3 Winkel um die X, Y und Z Achse angeben, um die das lokale Koordinatensystem gegenüber dem globalen Koordinatensystem verdreht werden soll.
Zusätzlich können Sie die Reihenfolge der Rotationen festlegen.
Positive Winkel sind hier:
| um die X-Achse |
Drehung von Y nach Z |
| um die Y-Achse |
Drehung von Z nach X |
| um die Z-Achse |
Drehung von X nach Y |
3 Vektoren
In diesen Feldern können sie die Endpunkte dreier Vektoren angeben, in die die jeweils neue Achse des lokalen Koordinatensystems zeigen soll.
Auswählen
Klicken Sie auf diesen Button, um die Position der neuen Koordinaten mit der Maus festzulegen. Nachdem Sie auf den Button geklickt haben, verschwindet der Eigenschaftsdialog, und
Sie haben freie Sicht auf das Arbeitsfenster. Bewegen Sie dann die Maus in der Graphik. Knoten, die Sie anklicken können, werden dabei markiert, wenn sich der Mauscursor in der Nähe eines
solchen Knoten befindet. Wenn sich mehrere anklickbare Knoten in der Nähe des Mauscursors befindet, so wird der am nächsten gelegene dieser Knoten gesondert farblich markiert.
Um einen Punkt auszuwählen, klicken Sie einmal mit der linken Maustaste. Daraufhin erscheint der Eigenschafts-Dialog wieder und die Koordinaten des am nächsten beim
Mauscursor gelegenen Knoten wird in die Textfelder eingetragen. Wenn Sie die Knotenauswahl abbrechen möchten, ohne einen Punkt auszuwählen, klicken Sie statt
dessen einmal mit der rechten Maustaste.
Neben der Definition der Lagersteifigkeiten durch eine direkte Eingabe, können Sie das Lager auch durch die Eingabe der angeschlossenen Stützengeometrie festlegen.
Diese Möglichkeit existiert zur Zeit für senkrechte Stützungen.
Aus den eingegebenen Stützenabmessungen berechnet das Programm die Wegfedersteifigkeit in Z-Richtung
und die beiden Verdrehungssteifigkeiten um die X-Achse und um die Y-Achse.
Welche dieser Werte übernommen werden sollen, müssen Sie auf dem ersten Reiter des Dialoges festlegen.
Zur Berechnung können eine Stützengeometrie oberhalb und eine unterhalb des zu untersuchenden Punktes definieren.
Neben der Stützengeometrie können Sie die Lagerungsbedingungen am jeweils abliegenden Ende der Stütze angeben. Diese beeinflussen
maßgeblich die Drehfedersteifigkeiten.
Höhe
In den Feldern auf der linken Seite des Dialoges definieren Sie die Stütze oberhalb des zu untersuchenden Punktes.
Höhe der Stütze oberhalb des Lagers.
Abmessungen
Bei einer Rundstütze können Sie den Radius angeben. Bei einer Rechteckstütze können Sie die Breite in X und in Y Richtung angeben.
E-Modul
E-Modul der Stütze oberhalb des Lagers. Wahlweise können Sie den E-Modul einfach über die Materialauswahl festlegen.
Lagerungsart
Lagerung der Stütze oberhalb des Lagers. Die Lagerung am abliegenden Ende beeinflusst die Drehfedersteifigkeit der Stütze.
In den Feldern auf der rechten Seite des Dialoges definieren Sie die Stütze unterhalb des zu untersuchenden Punktes.