Grundlagen der Nachweisführung

Mit der Einführung der DIN 18800 Teil 2 im November 1990 wird der Nachweis der Sicherheit gegen Stabilitätsprobleme neu geregelt. Diese Stabilitätsfälle sind:
Grundlagen

Grundlagen:

Zur Veranschaulichung des Problems dient die Vorstellung eines durch ein Biegemoment My beanspruchten Stabes. Die Wirkung des Biegemomentes My im Querschnitt ist durch die auftretenden Spannungen gekennzeichnet. Bei einem positiven Biegemoment wird der Obergurt durch Druck- und der Untergurt durch Zugspannungen beansprucht. Der gedrückte Gurt will (wie beim Knicken) ausweichen, der gezogene Gurt wirkt dem entgegen. Daraus ergibt sich eine Verdrehung des Querschnitts. Die seitliche Verformung ergibt sich aus dem zunächst in Richtung der Hauptachse wirkenden Biegemomentes My. Bei einer Verdrehung der Stabachse ist dieses Moment in Richtung der nun verdrehten Hauptachsen aufzuteilen, so dass anschaulich das Vorhandensein eines Biegemomentes Mz in Richtung der schwachen Achse deutlich wird. So entsteht bei der Betrachtung des verformtes Systems, also nach Theorie II. Ordnung unter der Wirkung eines Biegemomentes My sowohl Biegung in Richtung der schwachen Achse als auch Torsion. Bild 1 stellt den Effekt dar. In der Regel treten die Schnittgrößen N, My, Mz, Mw, Qy, Qz und Mx auf.
VerformungenBiegedrillknicken
Bild 1: Verformungen beim Biegedrillknicken