Querschnitte für Stahlbetonunterzüge

12. August 2010 10:39

In der Version 1.63 haben wir neue Stahlbetonunterzüge eingeführt. Diese berücksichtigen die Gegenheiten des Stahlbetons besser als die allgemeingültigen

Unterzüge. Beispielsweise wird bei diesen die Plattendicken automatisch aus der Geometrie des Tragwerks ermittelt.

Im folgenden eine kurze Erklärung, wie die Plattendicke des Unterzugs ermittelt wird:

Geometrie

Die Geometrie der anschliessenden Plattenanteile ergibt aus folgenden Vorgaben:
  • mitwirkende Breiten links und rechts (Eingabewert beim Querschnitt)
  • Plattenhöhe links und rechts vom Unterzug (Eingabewert bei der Systemdefinition)
Für die Ermittlung der Plattenhöhen wird die Plattenstärke direkt neben der Unterzugsachse betrachtet. Sie wird wie folgt ermittelt:

Gevoutete Faltwerkselemente (FWE)

Die Plattendicke wird entlang der Achse des Unterzugs ermittelt. Dazu wird der Unterzug auf Basis des FE-Netzes in N-tel zerteilt.
Für jedes N-telstück wird eine konstante Dicke verwendet: Im ersten N-telstück die Dicke im Anfangsknoten, im letzten N-telstück die Dicke im Endknoten, in allen anderen N-telstücken die Dicke in dessen Mitte.

Unterzug zwischen mehreren Faltwerkselemente (FWE) (mit unterschiedlicher Dicke)

Für die linke Seite wird die Plattendicke verwendet, die das linke FWE in der Achse des Unterzugs hat. Entsprechend wird für die rechte Seite die Plattendicke des rechten FWE verwendet. Gibt es auf einer Seite mehrere FWE oder Abschnitte ohne FWE, wird je N-telstück die Dicke des entsprechenden FWE bzw 0.0 verwendet.

Aussparungen bzw. Unterzüge am Rand eines Faltwerkselemente (FWE)

Befindet sich der Unterzug am freien Rand eines FEW oder befindet sich eine Aussparung direkt neben der Unterzugsachse, erzeugt der Netzgenerator kein FE-Netz. An diesen Stellen wird die Plattedicke zu 0.0.
Aussparungen werden nur berücksichtigt, wenn die Achse des Unterzugs entlang der Aussparung verläuft.
D.h.: Aussparungen, die sich nur in der Nähe des Unterzugs befinden, werden ignoriert, unabhängig von der mitwirkenden Breite. Wenn es auf einer Seite kein FE-Netz gibt, existiert auf dieser Seite auch keine Plattendicke.

mitwirkende Breite

Die mitwirkenden Breiten gehen konstant in die Berechnung ein. Falls sich die mitwirkende Breite im Verlauf des Unterzugses ändert, muss der Unterzug geteilt werden.


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