Was ich gestern abend gelernt habe: Martini-Cocktails

29. November 2006 14:08

Die Herstellung von Martini-Cocktails ist interessanter, als man meinen möchte. Das ganze geht so:

Man nimmt ein wenig Martini (~ 1 cl) und tut es in den Cocktailmixer, und zwar zusammen mit Eiswürfeln. Das ganze rührt man dann ordentlich durch.

Jetzt kommt der interessante Teil: Nachdem man genug gerührt hat, kippt man den Martini wieder weg. Und zwar nicht in sich rein, sondern z.B. in den Ausguss. Als Resultat hat man etwas das sich offenbar "parfümierte Eiswürfel" nennt. (Den an dieser Stelle anbringbaren Witz über bestimmte weibliche Menschen lasse ich mal weg. :-))

Zugegebenermassen wird es nun weniger interessant: Man tut die Eiswürfel in ein Cocktail-Glas, in das man vorher eine Olive getan hat. Dann kommt Gin drüber. Fertig.

Kommentare

30.11.2006 18:39:09 #

Die Erfahrung hab ich auch vor ein par Jahren gemacht Smile Wollte mal wissen wie das bei James Bond und Co immer läuft und hab mich über die Martinis bisschen schlau gemacht...

Muss aber gestehen ich trinke sie heute doch meistens inkl. Martini und kippe den nicht weg.

Lieben Gruß
Klaus

Klaus

04.12.2006 07:02:10 #

Ich würde es auch irgendwie anders machen: Wenn schon den Martini wegkippen, dann nicht in den Ausguss, sondern in ein zweites Glas. D.h. zuerst dieses leeren und dann die parfümierten Eiswürfel zusammen mit dem Gin. Gegebenenfalls kann die Reihenfolge auch geändert werden. Wär ja schade um den guten Martini ....

csharp@gmx.at (Norbert Eder)

15.04.2007 10:50:46 #

eis ins cocktailglas und gin drüber?

frevel!!!

ein klassischer englischer martini cocktail geht so:

furztrockenen wermut (empfehle da noilly prat statt martini)
milder gin (etwa bombay sapphire)

beides über nacht im kühlschrank kaltstellen

den shaker und die typischen kegelförmigen cocktailgläser im tiefkühler frosten

dann muss alles sehr schnell gehen*:

2 cl wermut und 4 cl gin bereitstellen, shaker aus dem tiefkühler nehmen und mit
eiswürfeln direkt aus dem tiefkühler** auffüllen. sofort den wermut über die eiswürfel
giessen und zirka 10 sekunden kräftig shaken***. dann den wermut
abgiessen und SOFORT den gin über die eiswürfel im shaker giessen und nochmals
10 sekunden kräftig shaken. die gläser aus dem tiefkühler nehmen und den cocktail
ohne eis in die gläser giessen.

in den klassischen, englischen martini gehört noch ein lemon twist****.

ein richtig zubereiteter martini cocktail schmeckt nicht nur toll, sondern haut
auch ordentlich rein, da ist es nicht mehr nötig, den abzugiessenden wermut
zu trinken...Wink

grooz, nachtwandler.


* denn ein echter martini cocktail muss nicht
nur trocken wie die wüste, sondern auch kalt wie oben erwähnte damen sein Wink

** am besten ebenfalls am abend zuvor bereits
aus der form oder dem plastikbeutel brechen und lose in den tiefkühler legen; die
würfel sollten so gut gefroren sein, dass sie an der zünge klebenbleiben würden...

*** einige bevorzugen rühren, das ist aber nicht james bond like, denn
schliesslich sagt er ja immer "shaken and not stirred"..Wink

**** die olive im martini wurde von louis buñuel, seinerseits surrealistischer spanischer
filmemacher und passionierter martinitrinker eingeführt, der jeweils noch ein paar
tropfen angostura bitter auf die eiswürfel im shaker gegeben hat. das gibt dem martini
etwas farbe und eine gewisse würzige note. um nun den buñuel-martini von einem
herkömmlichen martini zu unterscheiden, nahm er als spanier etwas typisch spanisches,
nämlich die olive...:-D

nachtwandler

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