Unterhaltung fürs Wochenende

31. Oktober 2008 09:23

PDC 2008

29. Oktober 2008 09:12

Die ersten Keynotes und Session-Videos sind nun On-Demand verfügbar. (Für die Sessions muss man in den Session-Kalender, dann die Session auswählen, und dann im Bereich rechts der Beschreibung den Link "Video" anklicken. Es sind natürlich noch nicht alle Sessions verfügbar... schließlich läuft die Veranstaltung noch bis morgen. Die Sessions vom 1. Tag sind aber bereits da.)

So verdreht man Einzellager

28. Oktober 2008 15:28

Im Gegensatz zu den alten Programmen kann man bei der Baustatik die Achsen der Einzellager bezogen auf das globale Koordinatensystem verdrehen. Das bedeutet, die lokalen Richtungen der Einzellager müssen nicht parallel zum globalen Koordinatensystem liegen. Nun ist mir heute aufgefallen, das eine bestimmte - vermutlich häufiger benötigte - Verdrehung etwas unhandlich einzugeben ist. Und zwar die, die man braucht, wenn man will, das die Z-Achse des Lagers in Richtung eines Stabes zeigt, der oberhalb des Lagerungspunktes liegt. Da werden wir wohl mal eine etwas angenehmere Art der Eingabe vorsehen müssen - zur Zeit kann  man sich aber so behelfen, wie ich es im folgenden beschreiben.

Angenommen, man hat ein Stab wie den hier abgebildeten und möchte, das das Lager darunter eine Z-Richtung hat, die in Stabrichtung zeigt.

Dazu geht man zunächst auf den Eigenschaften-Dialog des Lagers. Der hat diverse Reiter, und einer davon ist der für die Verdrehung. Dort kann man die Verdrehung auf verschiedene Arten festlegen. Leider gibt es zur Zeit keine Methode, einfach die Richtung der Z-Achse anzugeben. Man kann aber die der X-Achse angeben. Dazu nimmt man die Schaltfläche "Auswählen" und klickt dann den Start- und Endknoten des Stabes an.

Das Programm trägt dann den zugehörigen Vektor in den Feldern für X,Y und Z ein. Das ist schön - nur leider überhaupt nicht das, was man will:

Nun kann man aber die Richtung des Lagers auch über "3 Vektoren" festlegen. Man wechselt also auf diesen Reiter, und dort sind die Vektoren, die zur zuvor ausgewählten X-Richtung gehören eingetragen. D.H. der hier aufgeführte X-Vektor zeigt in die Richtung, in die Z-zeigen soll (und umgekehrt.).

Man kann also nun einfach per Copy&Paste die Werte für den X- und den Z-Vektor vertauschen - und das Lager zeigt dann in die richtige Richtung.

Doch wie gesagt: Ich denke, da werden wir bei Gelegenheit eine etwas "passendere" Methode einbauen... :-)

Neue Updates verfügbar

27. Oktober 2008 15:53

Diesmal Xmau (das Mauerwerksprogramm) und Xksn (die Stütze). Details zu den Updates gibt es wie immer im Update-Protokoll und im Blog meines Bruders.

PDC 2008 startet heute

27. Oktober 2008 15:10

Die Live-Streams und Videos gibts hier.

Kommende Attraktionen: Lastfälle durchblättern

24. Oktober 2008 17:59

Ab dem nächsten Update im Faltwerk: Zwei neue Schaltflächen auf dem Dialog "Lastfallauswahl", mit denen durch die vorhandenen Lastfälle "geblättert" werden kann.

Ein einfacher Einstieg ins Programmieren

24. Oktober 2008 14:33

... auch für Kinder, und obendrein kostenlos: Microsoft Small Basic.

Hat Tip: Dariusz (Der übrigens auch deutlich mehr dazu zu sagen hat...)

Interessanter Versuch

24. Oktober 2008 10:28

Wir filtern bereits auf unserem Mailserver Viren und Spam aus den eingehenden eMails aus - ich habe daher schon sehr lange keinen Angriffsversuch mehr auf meinem Desktop gesehen. Heute ist aber mal wieder einer durchgekommen, und ich finde, der ist sogar recht geschickt gemacht.

Die Mail hat die Betreffzeile "1. Rate" und folgenden Inhalt:

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Anzahlung Nr.850375402599 ist erfolgt

Es wurden 3887.00 EURO Ihrem Konto zu Last geschrieben.

Die Auflistung der Kosten finden Sie im Anhang in der Datei: Rechnung.

 

Alle unsere Rechnungen sind mit einem Sicherheitszertifikat versehen - der ist fuer Sie nicht von Bedeutung

 

Darunter befindet sich die vollständige Anschrift einer Inkasso-Firma, mit allen notwendigen Angaben. Ein kurze Suche in Google liefert auch sofort einen Treffer: Es gibt diese Firma und auch den angegebenen Geschäftsführer. (Nachdem die aber natürlich nichts damit zu tun haben, nenne ich die hier auch nicht.)

Der Schadcode befindet sich in einer Zip-Datei im Anhang der Mail. In der ZIP-Datei befinden sich zwei Dateien mit den Namen "Rechnung.txt" und "zertifikat.sll". "Rechnung.txt" ist aber in der Tat eine Verknüpfung auf den Windows-Kommandoprozessor cmd.exe mit dem Parameter "/c zertifikat.ssl". Beabsichtigt ist also, das "zertifikat.ssl" ausgeführt wird. In der Tat handelt es sich bei zertifikat.sll auch nicht um ein zertifikat, sondern um eine Programm. Extrahiert man also beides aus der ZIP-Datei und doppelklickt auf "Rechnung.txt" (Sowohl Windows als auch Outlook warnen davor - zumindest bei mir), dann wird in der Praxis der Kommandoprozessor cmd.exe gestartet und damit das Programm in zertifikat.ssl ausgeführt. Ich habe nicht weiter untersucht was das eigentlich tun soll - aber in irgend einer Form wird es wohl zusätzliche Schadcode installieren oder ähnliches.

 

Als Absender der eMail wird (zumindest bei mir) eine Person in einer Domäne genannt, die einer belgischen (?) Papierverarbeitugnsfirma gehört. Auch die haben natürlich nichts damit zu tun (Haben aber offensichlich keine SPF-Records, denn sonst könnte niemand fremdes deren Absenderadresse verwenden. ).

 

Ich fand das ganz interessant gemacht - auch aus psychologischen Gründen: Der Text in der eMail klingt einerseits irgendwie plausibel, andererseits verunsicht er ein wenig: Hat man nun Geld bekommen oder bezahlt ist die Frage - und das verleitet natürlich zum doppelklick auf die Rechnung.... die keine ist.

Unterhaltung fürs Wochenende

24. Oktober 2008 08:00

Was dabei herauskommt, wenn die Star Trek Autoren munkeln, es bräuchte mehr Star Wars in Raumschiff Enterprise.

Anschlüsse im Dach der Baustatik

23. Oktober 2008 17:55

So in etwa wirds funktionieren:

- Zunächst hat man sein System ganz normal eingegeben:

Dann wählt man sich den Punkt an dem ein Anschluss nachgewiesen werden soll und die gewünschte Art des Anschlusses aus. (Hier im Beispiel "Zweiteilig mit Dübel".)

Das bringt einen dann zu einem Fenster, in dem die Parameter für den Anschluss ausgewählt werden können. Vor ein paar Tagen hatte ich schon mal einen Screenshot von einer Anschlussart gepostet (allerdings: Das Fenster von "damals" sieht mitlerweile doch stark anders aus.) - darum hier ein anderes Fenster; eben das, das zum Anschluss mit Dübel gehört:

Das Programm markiert dann die Dübel in der Dübel-Liste und die Bolzen in der Bolzen-Liste: Dübel für die es keinen einzigen Bolzen gibt, mit dem der Nachweis erbracht werden könnte, bekomme die rote Ampel, und Dübel, für die es mindestens einen Bolzen gibt, mit dem der Nachweis geht, einen grüne.

In der Bolzen-Liste sind alle Bolzen mit denen der Nachweis geht in grün, die anderen in rot markiert.

Wenn man auf den "Nachweis" Button drückt, dann gibts einen Bildschirmvorschau des Ausdruckes, der (jeweils optional)

  • Die Eingangsdaten
  • Die Graphik
  • Sowie ein vollständiges Protokoll aller Nachweis-Schritte

enthalten kann. (Davon mache ich bei anderer Gelegenheit mal einen Probeausdruck.)

Auf einer anderen Baustelle ...

21. Oktober 2008 16:35

... als beim Durchlaufträger - dessen (noch) fehlenden Teile sich auch ganz gut entwickeln - gibt es ein paar weitere Entwicklungen zu vermelden. Es wird zwar im nächsten Update mit Sicherheit noch nicht drin sein, aber so langsam wandern auch wieder die Dachanschlüsse in die Baustatik - in den "Dach" Dokumententyp, um genau zu sein:

Vielen Dank an "Mr. XX"

20. Oktober 2008 17:44

Letzte Woche Donnerstag gingen hier ein paar Fehlermeldungen zur Baustatik ein - im Wesentlichen eigentlich nur ein Fehlerbericht mit diversen nacheinander folgenden Kopien. Übers Wochenende habe ich das Problem auch reproduzieren - und beseitigen - können: Wenn man einen Bewehrungsmengenpunkt löscht, während die Bemessungsergebnisse für Bewehrungsmengenpunkte angezeigt werden, dann gibt es (am dem nächsten Update: gab es) eine Fehlermeldung.

Leider kann ich das dem Kunden der den Fehler gemeldet hat nicht direkt mitteilen - als Kontaktdaten hat er nur "xx" angegeben... Daher: Vielen Dank an Mister X. :-)

Kontaktdaten ändern? Kein Problem - das geht unter Hilfe -> Kontaktdaten bearbeiten.

So stockt man die Windows-Desktop Suche auf

19. Oktober 2008 13:49

Die Windows-Desktop Suche kann nicht nur Textdateien und eMails durchsuchen - sie kann im Prinzip jede beliebige Datei durchsuchen, sofern für einen gegebenen Dateityp ein "Ifilter" zur Verfügung steht. Und diese Filter stehen für eine Menge Dateien zur Verfügung, so auch für die Dateien, die Office erzeugt und für ZIP-komprimierte Dateien. Nur werden diese Filter nicht automatisch mit installiert. Es gibt sie aber hier als kostenloses Download: IFilter für Office und ZIP-Dateien.

Änderungen bei der Druckerauswahl

17. Oktober 2008 17:57

Mir war bisher nicht bewusst, das es bei der Baustatik ziemlich unhandlich ist, einen anderen Drucker für die Druckvorschau auszuwählen, oder auch nur die Druckparameter (zum Beispiel das zu verwendende Format) zu verändern. Nachdem ich mich damit nun etwa 2 Tage lang beschäftigt habe kann ich guten Gewissens sagen: So wie es zur Zeit ist, ist es

a) nicht besonders gelungen (und damit meine ich: Mist)
b) falsch, denn es führt bei "ungünstig" gewechselten Druckertreibern tatsächlich zu einem "harten" Programmabsturz. (Das ist einer, den die Baustatik nicht mehr selbst behandeln kann - sie wird einfach aus dem Speicher entfernt.)

Schuld darin bin eindeutig ich selbst, denn ich habe beides verbastelt - der Druck-Code hat allerdings schon einige Jahre auf dem Buckel: Die geschilderten Probleme liegen mit Sicherheit schon seit der Erstveröffentlichung des Programms vor. (Sooo schlimm kann es also nicht sein - zumindest kenne ich nur 2 Fälle, bei denen das einem Anwender aufgefallen wäre. So viele Fälle sind das innerhalb von 24 Monaten nicht... :-) )

Egal - die Sache ist ab dem nächsten Update anders. Und zwar wie folgt, in umgekehrter Reihenfolge der Probleme:

a) Bisher passierte folgendes: Wenn man einen neuen Druckertreiber installierte, und den genauso nannte wie einen zuvor deinstallieren, aber der neue Druckertreiber verfügte über andere Fähigkeiten als der alte, dann konnte man gar nicht mehr drucken. Statt dessen: Absturz. Nun passiert das nicht sehr oft, denn wenn man einen neuen Druckertreiber installiert, dann bekommt der meist den Namen des zugehörigen Druckers - und der ist nun mal entweder der gleiche wie der alte (mit den gleichen Fähigkeiten) oder aber ein völlig anderer mit anderen Fähigkeiten und eben einem anderen Namen. Beim Adobe PDF Writer scheint das aber nicht so zu sein (und da viel das Problem beim Wechsel  von Version 8 auf 9 einem Kunden auch zum ersten Mal auf.). Wie dem auch sei: In Zukunft ist das kein Problem mehr - allerdings hat sich dafür eine Kleinigkeit geändert: Es gibt den Dialog zum einstellen der Seiteneigenschaften (im Wesentlichen: Der Ränder) nicht mehr. Die Ränder stellt man in Zukunft unter Optionen -> Einstelllungen -> Allgemeines -> Drucken ein.

b) Angenommen man hat einen normalen A4 Drucker als Standard-Drucker in Windows eingestellt, will aber nun in einem speziellen Fall etwas auf einen A2 Drucker ausgeben. (Oder eigentlich - "will eine beliebige Änderung an den Druckereigenschaften vornehmen.). Dann wird man auf jeden Fall vor dem Ausdruck eine Druckvorschau anwerfen um zu überprüfen, ob das Resultat dem gewünschten entspricht.

Doch leider Pech gehabt: Das geht nicht, denn für die Druckvorschau wird immer der in Windows eingestellte Standarddrucker verwendet. Blöde Sache. Einzige Lösung: Programm beenden, Standard-Druckertreiber in Windows umstellen, Programm starten und schließlich die Druckvorschau benutzen. Ebenso war es praktisch nicht möglich die Druckereinstellungen selbst (anderes Format, etc. etc.) über den Dialog mit den Druckereigenschaften zu verstellen. Genauer: Man konnte die zwar verstellen, nur gebracht hat das überhaupt nichts - gedruckt wurde mit den alten Einstellungen.

Das ist ab dem nächsten Update (also Anfang nächsten Monats) ebenfalls anders. Folgendes wird sich ändern:

1.) Die auf dem Dialog "Drucken" vorgenommenen Änderungen werden tatsächlich auch akzeptiert und

2.) Man kann einen anderen Drucker (bzw. andere Druckereinstellungen) für die Druckvorschau einstellen. Das geht dann wie folgt: Man wählt den Befehl "Drucken" und erhält den normalen "Druck" Dialog. Dort wählt man den gewünschten Druckertreiber und stellt die zum Treiber gewünschten Eigenschaften ein. Dann betätigt man auf dem Dialog die Schaltfläche "übernehmen" und dann "Abbrechen". (Man kann natürlich auch "drucken" statt "Abbrechen" - nur wird dann auch gedruckt.).

Egal wie man dann den "Drucken" Dialog schließt - ab dann wird der ausgewählte Drucker mit den eingestellten Eigenschaften als Standard-Drucker verwenden, und zwar auch für die Bildschirmvorschau. Diese Einstellung bleibt dann bis zum Ende des Programms erhalten. Wenn man möchte, das immer (also bei jedem Programmlauf) ein anderer Drucker (oder andere Einstellungen) als Standard-Drucker verwendet werden soll, dann muss man einmalig diese Einstellungen in der Systemsteuerung von Windows bei  den Druckern vornehmen.

Unterhaltung fürs Wochenende

17. Oktober 2008 08:42

Diesmal:

Angestellte der Lehman Bank protestieren gegen die kürzlichen Entlassungen am Eingang der Bank in New York....

Windows Server Update Service

16. Oktober 2008 18:37

Empfehle ich unbedingt: Wenn Sie ...

  • Mehrere Rechner im Büro haben.
  • Windows Server 2003 oder 2008 mit Active Directory einsetzen.

... dann sollten Sie unbedingt die Windows Server Update Services einsetzen. Die gibts für den 2003er Server als kostenlosen Download, beim 2008 sind die fest als Server-Rolle integriert. Der Einsatz davon hat einige Vorteile:

  • Man kann, so man will, einzelne Updates blockieren
  • Man spart (zum Teil enorme) Bandbreite, da nur noch ein einziger Rechner im Netz die Updates herunterlädt.
  • Man spart ganz gewaltig viel Zeit, wenn man mal einen neuen Rechner installieren und den mit allen aktuellen Updates ausstatten muss.
  • Und außerdem hat man immer schön im Blick, ob irgendwo ein Update fehlt.

Zur Qualitätssicherung in der Baustatik

16. Oktober 2008 18:25

So schön die Vorgängerprogramme der Baustatik waren, es gab doch immer wieder ein ganz bestimmtes Problem: Mit einem Update wurde ein Fehler behoben - es stellte sich dann aber heraus, das dadurch ein anderes Problem auftrat. Besonders unschön ist sowas natürlich bei den Berechnungsergebnissen.

In der Baustatik habe wir diesem Problem Rechnung getragen, und gleich einen ganzen Satz an Werkzeugen eingebaut, mit dem solche (und ähnlich gelagerte) Qualitätsprobleme vermieden werden können - und Probleme im allgemeinen schneller erkannt und besser beseitigt werden können.

Dazu zählen unter anderem die folgenden Dinge:

·         Einführung eines Programms zur Verwaltung und Zuordnung von Problemen und den damit zusammenhängenden Aufgaben - also quasi ein Ticketing-System. Wir verwenden dazu FogBugz.

·         Einführung eines deutlich besseren Revision-Control-Systems. Wir verwenden Vault.

·         Einführung eines Mechanismus zur Meldung von Programmabstürzen. Wenn das Programm in einen Zustand gerät, den es nicht behandeln kann, dann erscheint ein entsprechendes Meldungsfenster - und die Anwender können dann entscheiden, uns diesen Fehler mitzuteilen: Wenn das passiert, entsteht dadurch (meist) ein neuer "Fall" in der FogBugz - Datenbank, ein Entwickler nimmt sich dessen an, und die Lösung nimmt ihren Lauf. Beim nächsten Update (also Anfang des jeweiligen Folgemonats) sollte das Problem spätestens beseitigt sein.

·         Einführung eines Mechanismus für "automatische" Updates - also Updates, die das Programm selbstständig herunterladen kann. Das stellt sicher, das die im vorher genannten Schritt eingeführten "Verbesserungen" auch tatsächlich beim Kunden ankommen.

·         Und - ganz wichtig, und am aufwendigsten von allen genannten Punkten - die Einführung sogenannter Testcases. Und genau um diese Testcases dreht sich der Rest dieses Beitrages.

Die Testcases

Bei den Testcases geht es in erster Linie um eines: Wir wollen sicherstellen, das eine Veränderung am Programm nicht dazu führt, das bisher richtige Berechnungsergebnisse plötzlich falsch werden. Sowas kann zum Beispiel auf folgende Art passieren: Ein Entwickler verändert irgendetwas an der internen Repräsentation der Materialien. Das ist weiter nicht schlimm und passiert auch in der Tat hin und wieder - aber bei dieser einen Änderung wurde plötzlich ein Fehler eingeführt der seinerseits dazu führt, das die Einheit für eine Eigenschaft eines einzelnen Materials nicht mehr stimmt.

Führt man also nun eine Berechnung durch, bei der dieses eine Material verwendet wird, dann kommen falsche Ergebnisse raus. Dumm gelaufen. Sowas kann natürlich auch auf vielerlei Arten passieren: Die Anpassung eines Bemessungsalgorithmus für einen Spezialfall führt dazu, das plötzlich ein anderer Spezialfall nicht mehr klappt, eine Änderung am Matrix-Solver führt dazu, das die Schnittgrößen (und damit alles andere) in Randgebieten nicht mehr stimmen - und so weiter und so fort.

 In der Baustatik behandeln wir Änderungen daher wie folgt: Je Nacht, also wirklich täglich,  holt sich einer unserer Server die aktuelle Version des Quellcodes der Baustatik aus unserem Revision-Control System, und baut auf deren Basis eine "tagesaktuelle" Version des Programms. Wenn das gelingt (was fast immer, aber nicht immer, der Fall ist), dann wird das Programm gestartet und in einen "automatischen" Zustand versetzt.

In diesem automatischen Zustand lädt das Programm einen recht umfangreichen (und ständig wachsenden) Bestand an Eingabedateien (Dokumenten), und führt für die geladenen Daten alle Berechnungen durch, die damit durchgeführt werden können. (Als Nebeninfo: Allein im Dokumenten-Typ "Faltwerk" geht es da um einige tausend unterschiedlicher Berechnungsergebnis-Arten.)

Die dadurch entstehenden Ergebnisse werden dann mit einem Satz an Ergebnissen verglichen, die zuvor aus Berechnungen mit dem gleichen Dokument ermittelt wurden und als "korrekt" bekannt sind. In diesem Zusammenhang können die unterschiedlichsten Probleme auftreten und gefunden werden:

·         Ein benötigtes FE-Netz kann bei einem System nicht mehr generiert werden - die Vorgängerversion des Programms konnte das aber noch.

·         Ein Berechnungsergebnis kann nicht mehr ermittelt werden - vorher ging das aber; und auch das Gegenteil deutet auf ein Problem hin: Vorher konnte ein bestimmtes Ergebnis nicht ermittelt werden - und plötzlich geht es.

·         Ein einzelner Ergebniswert weicht von Wert des Ergebnisses aus der vorherigen Berechnung ab.

·         Etc. pp. - die Liste ist wirklich recht lang

Für alle Dateien wird dann ein Protokoll der gefundenen (oder nicht gefundenen) Probleme erzeugt und über unser Intranet veröffentlicht. Am nächsten Morgen können also alle Entwickler auf die schnelle sehen, ob die "aktuelle" Version irgendwelche Probleme bereitet, und "gestern" ein Fehler ins Programm eingeführt wurde.

Das ist natürlich kein Allheilmittel - auch in Zukunft wird es hin- und wieder zu Problemfällen bei Berechnungsergebnisse kommen: Diese sollten aber nur noch extrem selten auftreten - und das ist auch genau das Verhalten, das ich seit der Veröffentlichung der ersten Version der Baustatik beobachtet habe.

Kommende Attraktionen: Deutlich schnellerer Ausdruck

13. Oktober 2008 16:21

Im kommenden Update der Baustatik gibt es eine Änderung, die besonders auf Faltwerkselemente einen recht großen Einfluss hat - oder, um genau zu sein, auf den Ausdruck der Ergebnisse dieser Elemente: Der ist nun dramatisch viel schneller als zuvor. Bei einem kleinem Beispielsystem mit etwa 1400 FEM-Elementen und der "typisch" eingestellten Ausgabesteuerung brauchte es bisher etwa 160 Sekunden bis die Bildschirmvorschau/Druckvorschau angezeigt bzw. der eigentliche Ausdruck begann. Jetzt sind es noch 10 Sekunden. Das ist doch mal eine wirklich spürbare Verbesserung... :-)

Manchmal, aber nur manchmal, sind Beschriftungen ganz schön lästig

10. Oktober 2008 11:26

Man kann in der Baustatik sämtliche Beschriftungen aller Objekte einzeln ein- und ausschalten.

Das schafft viel Flexibilität - andererseits ist es bisweilen ganz schön lästig, alles Beschriftungen einzeln ein- oder ausschalten zu müssen.

Darum hat das nächste Update im Optionen-Menü einen Befehl, mit dem alle Beschriftungen auf einen Schlag unterdrückt werden können.

... kann die Sache doch deutlich übersichtlicher machen. :-)

Unterhaltung fürs Wochenende

10. Oktober 2008 10:23

Diesmal: Eine Google-Suche mit dem Index von 2001. Unterhaltsam - und mit bei den Suchresultaten gibts Links ins Internet Archiv (was auch sehr unterhaltsam ist...).

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