Unterhaltung fürs Wochenende

27. Juni 2008 08:33

Diesmal: PhotoFun und die Zombie-Kriege.

IRBI - Der Internet Risk Behaviour Index

26. Juni 2008 11:18

IRBI ist ein Projekt von Microsoft und dem Lehrstuhl für Psychologie der LMU. Ziel der Sache ist es, auf eine spielerische Arte ein besseres (und hoffentlich sichereres) Verhalten im Internet anzutrainieren. Nach dem anmelden auf der Website wird man mit verschiedenen Situationen konfrontiert, in denen man sicherheitsrelevante Entscheidungen treffen muss. Je "richtiger" die Entscheidung ist, um so mehr Punkte erhält man.

Die Idee finde ich eigentlich gar nicht schlecht, allerdings gibt es zur Zeit erst einen Test mit einer handvoll Situationen - ich kann mir kaum vorstellen, das das durchspielen dieser wenigen Fälle tatsächlich irgend eine Veränderung bei einer großen Menge an Internetbenutzern hervorrufen wird.

Offenbar soll das ganze auch noch mit der Möglichkeit ausgestattet werden, eine Community aufzubauen - und die Tests und Situationen sollen durch diese Community erweitert werden. Davon ist aber zur Zeit noch nichts zu sehen. Zumindest war ich nicht in der Lage, solche Möglichkeiten zu finden.

Unterhaltsames Phishing

25. Juni 2008 14:26

Jetzt verwenden sie maschinelle Übersetzungen. Da kann doch einfach keiner drauf reinfallen, oder ?

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Dieser Brief könnte zu Ihnen als eine Überraschung kommen; jedoch gibt es kein Bedürfnis

dazu Sorge, wie wir das einzige gesicherte und vertrauliche Medium verwenden verfügbar

dafür suchen Sie für die Auslandshilfe/Partnerschaft in einem Geschäft. Was ist mehr

wichtig ist, dass sich die erwähnte Transaktion erweisen wird, von gegenseitig zu sein

Vorteil zu beiden eingeschlossenen Parteien

Mein Name ist phil boateng, bin ein 53 jährigerLeiter des Research Department

Committee in der Standard Bank in South Africa.

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Langsam aber sicher ...

24. Juni 2008 18:11

.. wird er tatsächlich fertig, der in das Faltwerk eingebaute Durchstanznachweis. Nachdem wir das Juni-Update ja haben ausfallen lassen, ist im Juli-Update um so mehr enthalten: Neben dem Stanzen gibt es noch eine ganze Menge weiterer Dinge - darauf gehe ich aber in einem anderen Post ein.

Unterhaltung fürs Wochenende

20. Juni 2008 09:37

Diesmal ein bisschen "technisch": Da wäre zum einen der Pointer Fun with Binky. Und zum anderen die FAQ zu den CNN T-Shirts. (Link zur FAQ ganz unten auf der Seite - dann die erste Frage lesen... :-))

Fehlende Icons im Notifizierungsbereich

16. Juni 2008 12:58

Bei Windows können laufende Programme kleine Icons im Notifizierungsbereich (Tray) des Task Bar anzeigen. Dort erscheint zum Beispiel auch die Uhrzeit, oder auch Icons, die auf neue eingegangene eMails hinweisen. Auch unsere Software benutzt diesen Bereich und zeigt dort ein rotes D für den TimeServer des Work&Cash Verfahrens an.

Auf das rote D kann man dann mit der rechten Maustaste klicken und die eigenen Zeiteinheiten verwalten.

Nun hatten wir heute einen Kunden, bei dem das rote D nicht länger angezeigt wurde. Der TimeServer lief aber - das war über die Prozesse im TaskManager zu verifizieren. Windows kann so konfiguriert werden, das bestimmte Icons nicht angezeigt werden sollen, das geht über die "Eigenschaften" des Taskbars. Das war aber beim Kunden nicht der Fall. Was mich vor ein Problem stellte, denn von unserer Seite aus gibt es keine Möglichkeit das Icon auszublenden. Das fehlende Icon war also eindeutig entweder auf einen Fehler in der Windows-Installation, oder auf einen Einfluss durch ein Programm eines Drittherstellers zurückzuführen.

Ich begann also eine kleine Internet-Suche und fand auch einige Hinweise: Die waren allerdings sehr schwamming - so, wie das eben so ist, mit Postings aus irgendwelchen Foren. In diesem Fall gab es aber eine ganze Menge an Personen, die eine - wenn auch für mich nicht nachvollziehbare - Lösung bestätigten: Man musste einen bestimmten Dienst abschalten. (Zu finden zum Beispiel hier oder hier.)

Der Zusammenhang zwischen dem Problem und der Lösung ist für mich noch immer nicht nachvollziehbar, hat aber auch unserem Kunden geholfen: Es scheint sich also tatsächlich um eine gangbare Lösung zu handeln. Wenn ein Icon zu einem laufenden Programm im Tray fehlt, und das Icon nicht ausdrücklich ausgeschaltet wurde, dann scheint folgendes zu helfen:

- Öffnen der Computerverwaltung in der Systemsteuerung
- Öffnen des Applets für die "Dienste"
- Den SSPD Discovery Service finden und doppelklicken
- Dann den Dienst zunächst anhalten, und außerdem dauerhaft abschalten
- Zu guter letzt den Rechner neu starten: Die fehlenden Icons sollten nun wieder da sein

Der SSDP - Dienst, der da abgeschaltet wird implementiert das Simple Service Discovery Protocol: Er ist im wesentlichen für das erkennen von Universal Plug & Play Geräten im Netz zuständig. Wenn man solche Geräte nicht hat (und ich kennen eigentlich niemanden, der so ein Gerät hat), dann tut das abschalten auch nicht weiter weh. (Im oben verlinkten Thread gibt es auch eine Lösung für den Fall, das eben doch UPnP Geräte vorliegen.)

Wer mir irgendwer erklären kann, was das eine mit den anderen zu tun hat: Bin für jede Erklärung dankbar - ansonsten handelt es sich eben um eine Lösung, die ich nicht wirklich erklären kann.

Zur Formatierung der Schriftköpfe

13. Juni 2008 15:23

Die Formatierung der Schriftköpfe in der Baustatik wird hier eigentlich ganz gut beschrieben. Von Haus aus ist es so, das die linke Spalte im Ausdruck linksbündig, die rechte rechtsbündig und die mittlere mittig formatiert wird. Was bisher in der Dokumentation fehlte, war eine kleine aber wichtige Angabe:

Wenn die Formatierung so auch tatsächlich funktionieren soll, dann muss es eine letzte Zeile geben, in der alle Zellen das {Fill} Makro enthalten. Hat man nur links- und rechtsbündigen Text, dann reicht es, wenn eine der mittleren Zellen das {Fill} Makro enthält. (Das ist dem Beispielbild der Dokumentation schon zu entnehmen.)

Im nächsten Update wird es darüber hinaus auch die Möglichkeit geben, Texte absolut - also bezogen auf die linke obere Ecke - zu positionieren. Dadurch verlieren die Köpfe zwar ihre Unabhängigkeit vom Format des Áusgabegerätes, dafür hat man aber die Möglichkeit, Text beliebig auf der Seite zu platzieren.

Unterhaltung fürs Wochenende

13. Juni 2008 13:18

Diesmal: Photo-Klassiker. Nachgestellt mit Lego.

Baustatik-Seminar in der Schweiz

13. Juni 2008 13:14

Mit etwa 25 Ingenieuren war das Baustatik-Seminar gestern in der Nähe von Zürich meiner Ansicht nach ganz erfreulich: Von 9 bis 16 Uhr habe ich die Anwesenden mit Wissen rund um die "Baustatik" und das Faltwerksprogramm vielleich ein bisschen überschüttet, aber angesichts des Fußballspiels vom Vortag waren die Köpfe ja frei und zur Aufnahme von jeder Menge Informationen vorbereitet.

Meine Anreise war allerdings weniger erfreulich: Um ca. 13.00 Uhr habe ich das Büro in München verlassen, etwa um 24.00 war ich am Hotel - das nächste Mal werde ich wohl eher nicht fliegen. (Allerdings: Der Rückflug war dann überpünktlich... - ein bisschen gerädert bin ich trotzdem.)

Ein Photo habe ich leider keins: Kamera vergessen.

Morgen in der Schweiz

11. Juni 2008 09:32

Bei Heiniger und Partner gibts morgen eine "Einführungsveranstaltung" in die Baustatik. Bin schon schwer gespannt, was da auf mich zukommt... :-)

Gestern: TechTalk

11. Juni 2008 09:30

Zusammen mit etwa 30 anderen Personen habe ich mir gestern den TechTalk "Technologieperlen unter der Haube" mit Dirk Primbs und Lori Grosland angesehen. Muss gestehen, ich war etwas enttäuscht - oder eher, gelangweilt. Das ganze fing um 18.00 an und ging einige Stunden lang. Wie lange genau weiss ich nicht, weil ich die Veranstaltung gegen 21.00 verlassen habe.

Dirk war (wie immer) ganz gut informiert, Lori erweckte ein wenig den Eindruck ihren Vortrag ohne jeglichen Plan durchzuziehen. Hauptthemen waren die Microsoftschen Online-Aktivitäten, und deren Anspruch auch eine Platform für Entwickler zu sein. Hintendran gabs dann noch eine Vorstellung von Microsoft Research. Um es klar zu sagen: Man muss die letzten 2 Jahre reichlich tot unter einem großen Stein verbracht haben, wenn man von den vorgestellten Dingen noch nichts gehört hat. Zu meiner großen Überraschung ist es aber wohl so, das es unter dem Stein ganz schön eng gewesen sein muss - zumindest deuten die vielen "Ohs" und "Ahs" aus dem Publikum darauf hin.

Folgendes wurde gezeigt:

  • Windows Live mit seinen Services und Tools. Dazu gehört zum Beispiel Live Spaces und SkyDrive. Beides sind nette Dinge - in welcher Form das aber für Softwareentwickler auch nur irgendwie interessant sein sollte, verschliesst sich mir vorständig.
  • Zu den Tools gehört zum Beispiel der Window Live Writer. Dabei handelt es sich um eine kleine Textverarbeitung, die als Offline-Editor für Blogger fungiert. An sich ist das ein schönes Werkzeug - was daraus aber eine "Platform" für Entwickler machen soll ist mir unklar. Laut Dirk wird das Ding dadurch für Entwickler interessant, weil man es (wie die anderen "Live" Tools auch) per Plug-Ins erweitern kann. Das kurz per Demo implementierte Plug-In hat mich aber nicht besonders vom Stuhl gerissen (Es fügte einen Text in den normalen Textkörper ein.). Aber selbst wenn man das Programm mit "mächtigeren" Dingen erweitern kann - egal wie mächtig die sein mögen: Ein Blogger-Werkzeug ist darum trotzdem wohl kaum eine ernstzunehmende Grundlage für die eigene Softwareentwicklung.
  • Virtual Earth: Ein Routenplaner und Karten-Service, der auch 3D-Bilder, Satelittenbilder, Bilder aus Flugzeugen und weitere nette Dinge liefern kann. Auch das ist sehr praktisch, und ich kann mir sogar vorstellen, das man mit der API von Virtual Earth tatsächlich etwas in einer eigenen Anwendung anfangen kann - im Normalfall wird die Sache sich doch aber wohl darauf beschränken, das man auf der eigenen Webseite einen Link zur VE Site mit der passenden Karte zur Niederlassung anbringt. Als "interessante" Anwendung zeigte Dirk die Site "Wo ist Daniel". Die trackt die Bewegungen von "Daniel" mit Hilfe eines GPS-Gerätes und stellt diese dann mit Hilfe von Virtual Earth dar. Das ist natürlich lustig, aber auch hier verschliesst sich mit der praktische Nutzen.
  • Live.com, Microsofts Search-Engine. Noch so ein Kandidat, dessen Nutzen ich als normale Webseite durchaus sehe, dessen API mir aber schlicht nichts sagt. Man kann den Engine zum Beispiel per Webservice benutzen, und damit zum Beispiel eine Websuche in das eigene Programm einbauen. Ich frage mich allerdings: Warum sollte man das tun, wenn es doch schon jede Menge prima Websites gibt, von denen man auch suchen kann. Mir ist das völlig unverständlich. Als Beispiel für die tollen Möglichkeiten, die man mit der Search API hat, wurde dann Tafiti gezeigt. Bei Tafiti handelt es sich um eine Webseite die im wesentlichen eine alternative Oberfläche für die Live Suche bietet. Und das ist auch irgendwie mein Punkt: Mit der Search-API kann man nämlich im Kern eines machen, und das ist eine "andere" Suche, die aber eben so anders nicht ist, weil sie auf den Such-Resultaten der normalen Suche beruht. Es ist ja schön das es geht, nur warum das für Softwareentwickler auch nur moderat interessant sein soll - mir unklar. (Ich will damit ja gar nicht sagen das es nicht den ein oder anderen gibt, der sehr wohl etwas mit einer programmatisch zu erreichenden Suche anfangen kann. Was ich sagen will ist, das es sich dabei um deutlich weniger Personen handeln wird als bei dem Kreis der Entwickler die zum Beispiel eine Listbox ganz gut brauchen können.)
  • Dann ging es noch um PopFly. Dabei handelt es sich um eine Webseite mit der Nicht-Programmierer eigene kleine Projekte bauen können, und zwar eben ohne selbst zu programmieren. Ich finde Popfly ja ganz nett (auch wenn ich dabei den Sinn genauso wenig erkennen kann wie bei "Wo ist Daniel") - aber ein Software Entwicklungstool ist das nun wirklich überhaupt gar nicht. Habe keinerlei Vorstellung, warum das Ding gestern gezeigt wurde. Den Möglichkeiten von PopFly entsprechend wurde dann auch zum X-ten Mal die so ungefähr einzige mir bekannte Anwendung gezeigt, die ganz nett ist: Man zieht Photos aus einer Datenquelle (z.B.: Flickr) und stellt sich "nett" auf einer Webseite dar.
  • Irgendwo immer ein bisschen mit dabei: Silverlight. Das ist zumindest für Webentwickler nun wirklich interessant - und überraschenderweise war das auch so ungefähr das einzige Stück Technik, das die meisten Anwesenden kannten.
  • Vermutlich habe ich in der Aufzählung irgendwas vergessen, doch gegen Ende ging es dann noch um Programme die von Microsoft Research stammen. Im Besonderen um Deep Zoom und Photosynth. Deep Zoom kann man sich zum Beispiel hier ansehen. Links am Rand, vertikal etwa in der Mitte, befindet sich ein Brief. Ich empfehle, da mal drauf zu zoomen. Auf dem Brief gibts ebenfalls links etwas, das so aussieht wie eine Briefmarke. Darauf sind einige Bilder, und eines davon zeigt das Hard Rock in NY. Das hat oben im Haus eine Art Fenster, und da drin ist eine kleine Beatles-Sammlung. Dazu gehört eine kleiner Bilderrahmen - und da drin sind "Wackelkopf" Figuren der 4. Ist beim Zoom wirklich beeindruckend - doch auch dabei verstehe ich den praktischen Nutzen jenseits der Coolness nicht.
    PhotoSynth stellt 3d Umgebungen auf Basis von Foto-Daten her. Auch das ist ungeheuer cool (und wirklich beeindruckend) - aber auch hier wüsste ich nicht so recht, was ich damit anfangen könnte. Vielleicht bin ich einfach nicht kreativ genug.
  • Kurz bevor ich die Veranstaltung dann verlassen habe begann Dirk damit, die Website von Microsoft Research vorzustellen. Ich kann durchaus jedem (auch Menschen die keine Software entwickeln) raten, sich die mal anzusehen - es gibt eine Menge interessanter Dinge zu lernen und zu lesen. Einen TechTalk braucht es dafür aber eigentlich nicht.

Kurzum: Die Veranstaltung war für Menschen die nicht so ganz auf dem Stand der Technik sind ein netter Rundumschlag, zumindest was die Angebote und Entwicklungen von Microsoft im Online-Bereich angehen. Irgendwas neues gab es aber eigentlich nicht zu sehen oder hören. Zumindest nicht für Leser dieses Blogs.

Grundlagen zum Biegedrillknicknachweis

9. Juni 2008 17:57

Wenn man einen Biegedrillknicknachweis mit der Baustatik führen möchte, dann braucht man:

Mindestens einen Stabzug fürs Biegedrillknicken,

sowie mindestens einen nichtlineare Lastfallgruppe,

... und schließlich mindestens einen Bemessungsgruppe, bei der auf dem zur Norm passenden Reiter ausschließlich nichtlineare Elemente nach Theorie 2. Ordnung eingetragen sind:

Unterhaltung fürs Wochenende

6. Juni 2008 10:58

Caminito del Rey: Für Menschen ohne Höhenangst - und ein seltener Unfall beim Tennis.

Probleme mit Deployment-Projekten im Visual Studio

5. Juni 2008 17:10

Im Visual Studio (2005) gibt es eine Projektart vom Typ "Deployment" - damit kann man "ganz einfache" Installationsprogramme auf Basis des Windows Installers erzeugen. Nachdem wir zwar ein sehr großes Projekt haben, dessen Installation aber im wesentlichen eigentlich auch per XCopy durchgeführt werden könnte, nehmen wir keines der großen Installer-Pakete her, sondern verwenden einfach das im Studio eingebaute.

Der einzige Luxus der einem dabei geboten wird, sind "Custom Setup Actions": Man kann eine (so man will, managed) DLL produzieren die verschiedene Eintrittspunkte für Installationsereignisse wie "Install", "Uninstall" oder "Rollback" hat. Man muss nicht alle implementieren - und wir benutzen auch nur einen davon: Beim installieren der Software überprüft der "Custom" Step, ob sich an der Stelle auf dem Quellmedium, an der sich auch der Installer befindet, eine Lizenzdatei befindet. Ist das der Fall, dann wird die Datei in einen Ordner des Zielsystems kopiert.

Soweit, so gut - und eigentlich völlig klar. Wenn es da nicht ein Problem wäre: Hat man bereits eine Programmversion installiert und versucht dann, eine neue zu installieren - dann schlägt das fehl. Oder um genau zu sein: Die Installation der Folgeversion klappt auch, aber wenn man dann versucht selbige zu starten, dann startet statt dessen der Windows Installer und bietet an, die Installation zu reparieren.

Ich habe eine ganze Menge Stunden gebraucht um dahinter zu kommen, was genau passiert - denn wenn man vor der Installation der "Nachfolgeversion" die "Vorgängerversion" manuell deinstalliert, dann klappt alles.

Nun arbeite ich genauso mit dem Windows Installer wie jeder andere lokale Installer-Guru, nur eben ohne jegliches Fachwissen: Die im folgenden geschilderten Vorgänge können also stimmen oder nicht - ich habe sie mir in der Tat einfach nur so "zusammengereimt".

Folgendes passiert: Wenn eine Nachfolgeversion installiert wird und die passende Eigenschaft gesetzt ist (was bei mir der Fall war), dann deinstalliert der Windows Installer zunächst die Vorgängerversion und installiert dann die Nachfolgeversion. Das geschieht aber in einem Programmlauf.

Wenn man nun eine CustomInstallerStep.dll verwendet, dann muss diese DLL zum deinstallieren vom Installer geladen werden, damit der "Uninstall" Step daraus durchgeführt werden kann. Handelt es sich um eine "managed code" DLL, dann kann der Installer diese DLL aber nicht mehr entladen, nachdem der Custom Step durchgeführt wurde. Grund: Die Assembly der DLL ist in den vom Installer verwendeten CLR Raum geladen - und von dort kann man Assemblies nicht entladen. Sie verschwinden erst, wenn auch der Prozess der die CLR nutzt verschwindet.

Nun soll die "alte" DLL aber im Zuge der Deinstallation entfernt werden. Das geht aber nicht, weil Sie noch geladen ist. Dem Installer-Prozess bleibt also nichts anderes übrig, als sich zu "merken", das diese DLL "ganz am Ende" noch gelöscht werden muss. (Ich vermute, das der Installer dazu in zwei Prozesse aufgeteilt ist, wobei der "innere" die CLR nutzt, der äußere aber nicht.).

Ist nun die Deinstallation vollzogen, dann befindet sich die CustomStep DLL weiterhin ungelöscht auf der Platte. Es folgt nun die Installation der neuen Programmversion. Ich vermute, das in deren Zuge die "alte" DLL von der neuen überschrieben wird. (Auch stark geraten: Glaube, das man nicht löschen, aber sehr wohl überschreiben kann.). Danach ist dann die Installation vollständig, und die benutzte CLR wird vom Installer entladen. (Oder aber, der "innere" Installer wird beendet und in diesem Zuge wird die CLR entladen - der Effekt ist aber der gleiche.).

Nachdem die CLR jetzt nicht mehr geladen ist, ist auch die Custom Step DLL nicht mehr blockiert - und also wird sie nun im allerletzten Schritt der Installation gelöscht. Ergebnis: Die Installation hat zwar "funktioniert" - sieht aber mangels einer fehlenden Datei nicht so aus, wie sie aussehen sollte. Genau darum bemängelt der Installer die Installation dann später.

Wie gesagt: Alles ein wenig geraten - wenn mir jemand besser erklären kann, wie das zusammenhängt: Immer her mit der Erklärung :-)

Achso - es gibt eine Lösung: Man markiert die CustomStep DLL im Setup-Projekt so, das sie eben nicht mit deinstalliert wird: dann bleibt zwar beim deinstallieren ein wenig "Schmutz" auf der Platte zurück - dafür kann man aber überhaupt eine Deinstallation durchführen.

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